Das »Dorf im Dorf«

Neugestaltung für Jamel rockt den Förster

Dem Festival für Demokratie und Toleranz soll eine neue und ökologische Montur verpasst werden. Um dies zu ermöglichen, rufen die Veranstalter des Jamel rockt den Förster zu Spenden auf.
Text: Leonie Becker
Das Mecklenburg-Vorpommerische Dorf Jamel wurde in der Vergangenheit gezielt von Nationalsozialisten besiedelt um ein, ihren Vorstellungen entsprechendes, »Musterdorf« zu schaffen. 2004 entstand auf dem Anwesen von Horst und Birgit Lohmeyer ein intimes Sommerfest unter Freunden, Verwandten und Kollegen, was sich jedoch im Laufe der Zeit in ein öffentliches und kulturpolitisches Event entwickelte. Seit 2007 wirkt das Festival Jamel rockt den Förster als Widerspruch gegen die rechte Nachbarschaft, von der es komplett umgeben ist.

Nun soll ein Dorf der Demokratie und Toleranz innerhalb des »Nazidorfs« entstehen. Die Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar entwirft eine neue Ausstattung für Jamel rockt den Förster, die umweltfreundlich, wiederverwertbar und eben diesem »Dorf im Dorf«-Konzept entsprechen soll.

Um die neue Konstruktion und den Aufbau zu finanzieren, werden Spenden gesammelt, an denen sich alle alte und neue Fans des Projekts, sowie Sponsoren beteiligen können. Auch der Ticketpreis kann, ab einem gewissen Mindestpreis, von den Käufern bestimmt werden.

Das Festival findet vom 24.08.-25.08.2018 statt.
Jamel rockt den Förster 2016