5 Tipps für nachhaltiges Campen

Don’t you burn that shit!

Manche Campingplätze sehen nach dem Ende eines Festivals unverändert aus, weil die Besucher ihren Kram einfach stehen lassen. Auf anderen Festivals wird das Mitgebrachte in der letzten Nacht einfach angezündet. Feuer? Klingt romantisch. Ist in dem Fall aber ein schlichter Beweis für eine Scheißegal-Haltung, ein Anfängerfehler. Hier fünf Tipps, wie’s anders geht.

Kauf keinen Scheiß

Ganz einfach: Beim Supermarkt oder im Baumarkt gibt es günstige Zelte. So richtig günstig. Lockangebote, die mit billigsten Materialien unter oft erbärmlichsten Bedingungen zusammengeleimt wurden, um schnell an Erschöpfung zugrunde zu gehen. Ein Wegwerfprodukt. Macht keinen Spaß, hält nichts aus, ist vor dem Kauf schon Müll. Wer billig kauft, kauft zwei Mal. Unser Tipp: Einmal klug kaufen, damit Müll vermeiden und länger Freude daran haben (und bei längerer Lebensdauer schlicht Geld sparen).

Auf Verarbeitung achten

Es gibt Firmen, die sich bei der Verarbeitung Mühe geben. Hersteller wie Vaude oder Jack Wolfskin achten beispielsweise darauf, dass möglichst wenig giftige Chemikalien verwendet werden. Manche werden dabei von der unabhängigen Fair Wear Foundation kontrolliert. Schau aufs Etikett, frag nach, lass dich beraten.

Zelt lüften und putzen

Festivals sind nicht immer sonnig, klar. Wer schon mal in einer Matschgrube namens Campingplatz zelten musste, weiß, was wir meinen. Aber: Pack euer Zeug ein, zu Hause dann ab damit über eine Wäscheleine. Mit dem Gartenschlauch abspritzen und – wichtig – trocknen lassen! Dann schimmelt nix und du hast auch im nächsten Jahr wieder Freude.

Vorher aufbauen

Wer nicht ständig Zelte verbrennt, sondern sie mehrfach verwendet, sollte vor Abreise einmal kurz checken: Sind noch genug Heringe da? Alle Schnüre? Alle Stangen heil? Man kann Ersatzteile kaufen im Notfall – immer noch besser, als gleich ein neues Zelt zu kaufen. Am allerbesten ist es, das Zelt bei gutem Wetter vorher einmal im Garten oder Park aufzubauen.

Was braucht man wirklich?

Ein Zelt, klar. Einen Campingstuhl, einen Pavillon aber ein Sofa? Nee. Das kleine Disney-Prinzessinnen-Zelt, weil’s so schön rosa ist und ach so ironisch? Jeder nach seiner Fasson, aber Dinge, die nicht wieder zurück sollen, müssen einfach von vornherein zu Hause bleiben. Für alles andere einfach mal einen Sommerurlaub im Wertstoffcenter planen, der Festivalbesuch ersetzt jedenfalls nicht den Gang zur Müllkippe.