»I care because you do.«

10 Sex-Tipps fürs Zelt

Nicht, dass man euch in puncto Sex noch irgendetwas beibringen könnte. Piratenbräute und Fremdenlegionäre werden blass, wenn sie von euren amourösen Abenteuern hören. Das ist uns klar. Weil aber so ein Zeltplatz ganz andere Regeln hat als ein dauniges Federbett oder die Toiletten ranziger Absturzläden, wollen wir euch trotzdem ein wenig Hilfestellung für die Festivalsituation geben. Zwischen 80 und 90 Sextipps haben wir dafür redaktionsintern ausprobiert, übrig geblieben für die verantwortungsbewusste Weitergabe sind gerade mal diese zehn.
Text: Alexander Dahas

1. Safer Sex

Safer Sex ist gerade im Zelt überproportional wichtig. Gefragt sind nicht allein Kondome, sondern auch Rücksichtnahme auf die beengten Verhältnisse. Haare und Reißverschlüsse gehen ebenso wenig zusammen wie Zeltnägel und Piercings. Eure Phantasie liefert die Bilder, ihr liefert die Gegenmaßnahmen.

2. Bitte nicht das Zelt abfackeln!

Kerzenschein gilt als romantischer Klassiker, auf den man auf dem Zeltplatz trotzdem verzichten sollte. Knicklichter dagegen leuchten ähnlich schummrig, tauchen alles (alles!) in ein außerirdisches Licht und wirken auch auf lang belichteten Fotos irgendwie sehr sexy.

3. Ahoj!

Sexspielzeug ist (wie jeder weiß) nur etwas für alte Psychopathen, und seine Mitführung auf Festivals macht euch zu alten verzweifelten Psychopathen. Glückliche Lesbenmädchen dagegen empfehlen Ahojbrause für lustige Spontanexperimente in allerhand Feuchtgebieten. Funktioniert überraschend gut.

4. »I care because you do.«

Ebenfalls überraschend gut kommt dieser Tipp: bis zu 90% aller Festivalbesucher machen sich beim Sex tatsächlich Gedanken über ihre strapazierten Schweißfüße! Ein kleines Fußbad im Vorfeld wirkt hier wie das Würstchen für den Gatekeeper und sagt: I care because you do.

5. Die richtige Duftnote

Auch das Gegenteil ist unseren Erhebungen zufolge erstaunlich attraktiv: Sommer auf der Haut und ohne Unterwäsche in die Jeans. So etwas verrät eine Duzbeziehung zur Natur und wilde Träume auch am Tag. Der Konsum von Kaffee, Wodka, Grillfleisch und Gummibärchen sabotiert die eigene Duftnote allerdings erheblich.

6. Lust an der Gefahr

Romantiker meiden das Zelt und blicken ins Umland für das speziellere Erlebnis. Erstaunlich hoch im Kurs bei allen Befragten: das See-bei-Gewitter-Szenario. Ob das mit der Lust an der Gefahr (Blitzschlag, Tsunami, Killerkarpfen) oder nur mit dem Wunsch nach dramatischer Atmosphäre zu tun hat, ist nicht restlos geklärt.

7. Rollenspiele

In dieselbe Richtung geht das Rockstar-Rollenspiel. Brandon Boyd kommt von der Bühne, guckt dir tief in die Augen und sagt, dass er bei deinem Anblick unreine Gedanken bekommt. Mit ein wenig Phantasie kann dein Freund das überzeugend rüberbringen, vorausgesetzt, du spielst Brody Dalle ähnlich gut.

8. Das Ouija-Board

Ihr habt ein sehr großes Bundeswehrzelt, seid zu zehnt, plötzlich alle nackt und irgendwie schüchtern? Das Ouija-Board (vulgo: Hexenbrett) bricht das Eis und befehlt euch Buchstabe für Buchstabe was zu tun ist. Begriffe, die Eltern im Zusammenhang mit ungewollter Schwangerschaft übrigens nicht so gerne hören: Zufall, Berufsmusiker, Church of Satan.

9. Zweitligadistanzen

Du kommst aus der Nähe von Burghausen, er aus Emden? Zweitligadistanzen sind kein Schrecken für eine kurze intensive Festivalbeziehung. Im Gegenteil: viele Leute finden es unverhohlen sexy, wenn sie euren Akzent nur bruchstückhaft übersetzen und sich zu eurem heimatlichen Slang wer weiß was vorstellen können.

10. Unterwasser-Sex

Ohrenstöpsel laufen eigentlich allem zuwider, was ein gutes Konzert ausmacht. Sich seiner akustischen Sinneswahrnehmung freiwillig zu berauben macht im Pimperkontext allerdings durchaus Sinn und Festivalsex zu einer aufregenden Unterwassererfahrung. Metalkunden ist das Phänomen vertraut, für die anderen ist das Ergebnis verblüffend!