Dein Veranstalter, das unbekannte Wesen (2002)

Richtig ist, dass Festivalveranstalter Menschen sind, die mit ihrer Arbeit vielen Menschen die schönsten Tage des Sommers bescheren. Falsch ist, dass Festivalveranstalter an nichts anderes denkt, als mit ihrer Arbeit vielen Menschen die schönsten Tage des Sommers zu bescheren. Wir gaben ihnen die Gelegenheit, sich mal zu ganz anderen Themen zu äußern.

Meteorologie

Mirko Roßner (Splash!)
»Vor dem Festival bete ich an den Wettergott. Und am Mittwoch vor dem Festival grille ich mit Freunden.«

Spiritualität

Folkert Koopmans (Hurricane, Southside, M’era Luna, Highfield, Chiemsee Reggae Summer u.a.)
»Nur viel Arbeit und eine genaue Vision bringen den Erfolg. Kein Aberglaube.«

Morphogenetische Felder

Stefan Reichmann (Haldern Pop)
»Als Schalke ’97 ins Uefa-Pokalfinale kam, wusste ich, dass Midnight Oil absagen würden. Die schriftliche Bestätigung und der Einzug ins Finale am selben Tag – das war einfach zu viel des Guten.«

Mannheim

Ossy Hoppe (Off Limits u.a.)
»Beim ersten Guns-N’-Roses-Open-Air in Mannheim kam Axl Rose zu spät und verließ die Bühne nach dem dritten Song. Mit dem Auto wollte er das Gelände verlassen. Die Security hatte aber die Tore dichtgemacht. Er ging wieder auf die Bühne und legte ein super Konzert hin. Spät sagte er mir, dass die Show auch deshalb so gut war, weil er sauer war – irgendein Idiot hätte ihn auf dem Gelände eingesperrt. Wer das nur war?«

Inspiration

Ernst Ludwig Hartz (Osterrocknacht, Bizarre u.a.)
»Ich fahre gerne zu anderen Festivals in Europa, Roskilde oder Pinkpop, um zu sehen, was es dort für neue Ideen gibt und vor allem, um auch mal einige Bands zu sehen – auf dem eigenen Festival hat man dazu leider keine Zeit ...«

Arithmetik

Marko »Hegen« Hegner (SonneMondSterne)
»Einmal stelle ich fest, dass wir 15 Stunden vor Öffnung des Geländes bereits 30 Stunden hinter unserem Zeitplan hinkten. Das hat mich fünf Jahre meines Lebens gekostet.«

Kasualität

Daniel Kempf (Immergut)
»In den letzten Tagen vor dem Festival esse ich immer artig auf, damit bei uns zwei Tage die Sonne scheint.«