Roskilde 2010
So war’s: Trauer, Spaß & großartige Erinnerungen
Rund 70.000 Besucher bevölkerten in diesem Jahr das größte dänische Festival. Philipp Janatschek hat das Erlebnis für uns zusammengefasst.
Die letzten Bands sind runter von der Bühne, das letzte Tuborg ist getrunken und so beginnt wieder einmal der wehmütige Abschied vom Roskilde Festival. Aber auch die Vorfreude auf einen Besuch im kommenden Jahr. Acht Tage Sonnenschein, milde Nächte, Public Viewing zur WM, ein Skate Park, das eigentlich selbst erklärende „Nude-Race“, tausende Zeltplatzfeten und 150 Konzerte machten das Roskilde Festival wieder einmal einfach einmalig.
Samstagmittag, also fünf Tage vor dem eigentlichen Festivalbeginn, konnte man bereits eintauchen in die Festivalwelt und das normale Leben abstreifen. Ab Sonntag startete auf der ersten Bühne dann das Musikprogramm mit diversen skandinavischen Bands. Hier gab es einiges zu entdecken und nicht wenige dieser noch eher unbekannten Bands finden sich einige Jahre später auf den großen Bühnen des Festivals wieder.
Nach diesen Warm-Up-Tagen wurde es ab Donnerstag dann ernst. Der Start des diesjährigen 40. Roskilde Festivals fiel dieses Jahr etwas bedächtiger als üblich aus: Auf der großen Orange Stage gab es zum Gedenken an die Opfer des Unglücks von 2000, als beim Pearl Jam-Konzert neun Menschen starben , eine kurze Ansprache von Patti Smith.
Abseits dessen blieb sich das Roskilde Festival auch in diesem Jahr im Wesentlichen treu und bot Highlights aus nahezu allen Musikrichtungen. Der Donnerstag begann mit Sick Of It All und führte über LCD Soundsystem zu einem der seltenen Live-Auftritte der Gorillaz. Die folgenden Tage gestalteten sich teilweise schwierig. So viele gute Bands, dazu die Fußball-WM – es fiel schwer, Prioritäten zu setzen.
Schade, wenn man den großartigen Auftritt der Teddybears STHLM, The National oder TechN9ne verpasste. Dafür konnte man bis morgens um vier mit Bonaparte feiern, erstklassige Auftritte von Muse und Nephew erleben und mit Prodigy, Motörhead und Alice in Chains einige alte Helden auf der Bühne sehen.
Der krönende Abschluss des Roskilde Festivals 2010 war ein furioser Auftritt von Prince am Sonntagabend. Was bleibt? Großartige Erinnerungen und ganz selbstverständlich die Vorfreude aufs nächste Jahr…















