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Die Sonne und Du
(Albumname)
 
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So war das Spot-Festival

Die Highlights und Bildergalerie

Die dänische Stadt Aarhus stand am vergangenen Pfingst-Wochenende, vom 20. bis 22. Mai ganz im Zeichen nordischer Musik. Bei schönster Mai-Sonne, saftig grünen Wiesen, Zapfbier einer bekannten dänischen Biermarke in rauen Mengen und wirklich gut gelaunte Dänen konnte ja auch eigentlich nichts schief gehen. Bereits zum dreizehnten Mal öffnete das Spot-Festival seine Pforten: mehr als 130 Bands, 4.500 Besucher und mehr als 1.000 internationale Branchenleute waren in diesem Jahr dabei.
Das Festival bietet Künstlern aus Dänemark, seinen skandinavischen Nachbarländern und Island eine Plattform, vor Fachleuten der Musik-Branche aufzutreten. Das Spot gilt als „Schaufenster“ für nordische Newcomer-Bands; aber auch etablierte Acts wie in diesem Jahr Efterklang (DK), Thomas Dybdahl (NO), Fallulah (DK), Cody (DK), Miss Li (S) oder Dúné (DK / D) sind fester Bestandteil des Programms. Bereits Kashmir, Sigur Rós und The Raveonettes haben neben vielen anderen, heute bekannten Bands, dieses „Schaufenster“ genutzt.
 
Mit mehr als 300.000 Einwohnern, darunter knapp 40.000 Studenten, ist Aarhus die zweitgrößte Stadt Dänemarks und zugleich eine hübsche und überschaubare Kulisse, in der man sich fast nur absichtlich, z. B. zum nahe gelegenen Sandstrand, verirren kann. Die insgesamt neun Festivalspielorte im und um das örtliche Musikhuset bieten mehr als eine „normale“ Festivalatmosphäre – vom großen Konzertsaal (Store Sal) im Musikhuset bis zur klassischen Zelt-Bühne auf dem Officerspladsen bis zur gewöhnlichen Rock-Venue im über die Landesgrenzen hinaus bekannten Club „Voxhall“.
Das musikalische Repertoire des Spot-Festivals zeigte sich auch dieses Jahr wieder sehr vielseitig: von Rock, Punk über Country, Folk und Jazz bis hin zu Elektro war alles vertreten.
Beispielsweise konnte man sich am Samstagnachmittag im Archauz von den dänischen Grammofunch's durch ihre elektroakustische Rock-Jazz-Fusion verführen lassen. Die Aufführung war von einem hinreißenden – und eigens für das Konzert produzierten – Stummfilm begleitet.
 
Auf ganz andere Art und Weise brachten die Dänen von Magnus Fra Gaarden das Jazz-Genre ins Spiel. „Sie sind die Slipknots des Jazz“, brüllte eine begeisterte junge Frau vor dem Konzert, um die dort anwesende Publikumsschar von den fünf in Tier-Kostümen gekleideten jungen Männer des Orchesters zu überzeugen. 
 
Die experimentellen Trends der Rock-Pop-Szene wurden auch beim Eröffnungskonzert mit dem Auftritt von Slaraffenklang, der dänischen Fusion aus Slaraffenland und Efterklang, markiert. Nicht nur in Dänemark liebt man diese zwei Schönheits-Chaos-Bands, die auch beim Spot ihre Live-Qualitäten unter Beweis gestellt haben; fast noch skurriler war aber die elektronische Traumwelt von den dänischen Sleep Party People.  
 
Ein absolutes Highlight des Spot-Festivals war die dänische Formation Cody, die mit ihrer völlig erhabenen Folk-Musik am Samstagabend den überdurchschnittlich gut besuchten  Store-Saal, im wahrsten Sinne, verzauberten. Auch The Rumour Said Fire und Let Me Play Your Guitar, beide aus Dänemark, gehen beeindruckend qualitätsvoll in diese Richtung. 
 
Ein weiterer Vertreter des Folks waren die Schweden First Aid Kit: Die zwei jungen Schwestern vereinen wunderschönen Duett-Gesang mit erfrischend unbekümmerten und sinnlichen Melodien. Ähnlich verhält es sich bei Jonathan Johansson, obwohl sich seine Musik eher in eine poppigere Welt bewegt. Der 29jährige Schwede wirkt auf der Bühne charismatisch und zugleich einfühlsam verwundbar.
 
I Got You On Tape aus Dänemark lieferten am Freitag für Indie-Rock-Connaisseurs das vielleicht beliebteste Konzert des Abends im Klub Rosa des Ridehuset. Am Samstagabend spielte im Rytmisk-Saal die Kopenhagener Band Chimes & Bells: Geräusch-Rock mit tiefer Frauenstimme. Auch die dänische Band Coco Moon faszinierte in der Venue „Pickup Scenen“ mit einer wundervollen Frontfrau und einer eher honigsüßen, elektro-poppigen Gangart.
 
Lars And The Hands Of Light war ein weiteres Highlight im Festival-Programm: Multi-Talent Lars hat am Freitagnachmittag mit seiner neuen Band für einen tollen Festival-Auftakt gesorgt – angenehmer, radio-tauglicher, aber interessanter Indie-Rock aus Dänemark.
 
Weitere Bands, die sicher als ein oder anderer Geheimtipp das Festival verlassen haben: Kellermensch (DK) und Before The Show (DK). Aus dem elektronischen Bereich kommt man an When Saints Go Machine (DK), FM Belfast (IS) und Turboweekend (DK) nicht vorbei. Auch die Elektro-Rocker von Ginger Ninja (DK) und Howl Baby Howl (DK) mit ihrem Alternative Rock stachen aus dem Line-up heraus. Thee Attacks (DK), The Olympics (DK) und Eim Ick (DK), wurden von Gunnar Madsen, dem „Spot-Godfather“ besonders hervorgehoben.
 
Weitere empfehlenswerte Künstler auf dem Spot waren: Agnes Obél (DK), Maribel (NO), Ghost Society (DK), The Foreign Ressort (DK), The Kissaway Trail (DK), Kiss Kiss Kiss (DK), The Late Great Fitzcarraldos (DK), Alcoholic Faith Mission (DK), Pony The Pirate (NO) und Melissa Horn (S).
 
Kurz gesagt: Die nord-europäische Musik-Szene ist in voller Blüte. Laut Stimmen der internationalen Musik-Branche sind ja die Dänen auch die neuen Schweden und Isländer zugleich. Nach dänischer Tradition kann man also konstatieren, dass man auf dem Spot-Festival die Pfingst-Sonne tanzen gesehen hat. Bis zum nächsten Jahr in Aarhus!

Spot-Festival: Alle Bands auf einen Blick:

Agnes Obel, Critical Mass, Efterklang, First Aid Kit, FM Belfast, The Kissaway Trail, The River Phoenix, When Saints Go Machine, 4 Fod, Alcoholic Faith Mission, Annika Aakjær, Apollo, Band Ane, Before The Show, Bel Esprit, Benni Hemm Hemm, Betting On The Mouse, Bjonko & Copenhagen Chalgija, Black City, Black Leather Machine, Catbird, Chimes & Bells, Claes Cem, Coco Moon, Cody, Crystal Sky Butterfly, Dánjal, Dansk Fløde, Darling Don't Dance, Deportees, Dixon, Djosos Krost, Dokkedal, Dúné, Dødning, Eim Ick, Elin Ruth Sigvardsson, Essence, Esther Maria & The Song Horse, Fallulah, Frodegruppen 40, Ghost Society, Ginger Ninja, Grammofunch, Habadekuk, Hal og Nikolaj, Houssam Zamzam, Howl Baby Howl, I Got You On Tape, I Was A Teenage Satan Worshipper, Johann Kristinsson, John Olav Nielsen & Gjengen, John Olav Nilsen & Gjengen, Jonathan Johansson, Julie Maria, K-Liir, Kandy Kolored Tangerine, Kaspar, Kasper Spez, Kellermensch, Kenton Slash Demon, Kill Screen Music, Kim Las, King's Light Infantry, Kiss Kiss Kiss, Lars And The Hands Of Light, Let Me Play Your Guitar, Li Dinê, Little Yells A Lot, Little Yells Alot, Magnus Fra Gaarden, Majorian, Malrun, Maria Timm, Maribel, Marie Frank, Marie-Louise Munck, Mat Riviere, Melissa Horn, Mette Moestrup, Michael Falch, Mimas, Miss Li, Moddi, Moto Boy, Murder, Nabiha, Naja Rosa, Nordic Cowriters, Per Egland, Pinkunoizu, Plök, Pony The Pirate, Quadron, Rebekkamaria, Sandra Hakky, Scarlet Chives, Scarred By Beauty, Sebastian Lind, Shogun Kunitoki, Simona Abdallah, Slaraffenland, Sleep Party People, Song For Wendy, Specktors, Stellasound, Stoffer & Maskinen, Stoffer og Maskinen, Striving Vines, Supershine, Surf In Stereo, Susanne Sundfør, The Blue Van, The Foreign Resort, The Kandidate, The Link, The Lovin' Flickknives, The New Heartaches, The Olympics, The Psyke Project, The Rumour Said Fire, The Sad Lovers, The Tiny, Thee Attacks, Thomas Dybdahl, Tim Lothar & Peter Nande, Tobias Stenkjær, Tremolo Beer Gut, Turboweekend, Twins Twins, Undarlegur, Underwater Sleeping Society, Vampire Blow, Villa Nah, Vinnie Who, Wazzabi, Wrong Side Of Vegas