Für mehr Haltung auf Festivals

Take A Stand

In Zeiten schwieriger gesellschaftlichen Situationen ruft Take A Stand zu mehr Solidarität, Aufgeschlossenheit und sozialer Bemühung auf. Festivals sollten Orte der Einmischung, statt Orte des Konsums und der reinen Unterhaltung sein.
Text: Alena Struzh
Obwohl die ursprüngliche Festivalidee unter anderem auf politischem Aktivismus der Hippies basiert, versucht die gegenwärtige Festivalkultur überwiegend möglichst wenige Statements zur gesellschaftlichen Lage zu äußern. Der europäische Festivalverband Yourope hat nun eine Gegeninitiative gestartet: Mit Take A Stand möchte der Verband mit über 70 Festivals ein höheres Bewusstsein für soziales Engagement schaffen:

»It‘s time to take a stand for Europe, and indeed for the whole world. To create a movement encouraging social cohesion in our society, promoting awareness and tolerance for all cultures, genders, races, religions, sexual orientations, colours and origins. To motivate people to participate in politics and social activities, speaking up for peaceful dialogue, humanism, tolerance and mutual understanding, to make the world a better place for every single individual and for all of us.«

Dabei sind nicht nur Festivalbesucher dazu aufgerufen, mehr Initiative zu zeigen, sondern »alle, die für die Europäische Idee und ihre Werte stehen und an Frieden, Inklusion und Dialog anstatt Angst und Diskriminierung glauben.«
Mit fünf simplen Devisen schlägt Take A Stand dabei erste Schritte in die richtige Richtung vor. Festivals wie etwa das OpeAair St. Gallen, das Nova Rock, aber auch die Veranstalter des Lollapalooza Berlin und des Exit Festivals haben dem Projekt bereits Unterstützung zugesagt.   Alle weiteren Infos und regelmäßige Updates findet ihr auf www.take-a-stand.eu

Bereits im März 2016 veröffentlichte Yourope ein Mission Statement, welches wir auch im Rahmen einer Reportage zu Europas Festivals im Zeichen der Flüchtlingsdebatte erwähnen. In dem Zusammenhang sprachen wir auch mit Pohoda-Veranstalter Michal Kaščák.