Interview mit dem DJ und Trauzeugen Phil Fuldner

Die erste Festival-Hochzeit auf dem Parookaville 2017

Auf dem diesjährigen Parookaville waren nicht nur die Konzerte von David Guetta und Robin Schulz ein Spektakel, sondern auch die erste Festival-Hochzeit Deutschlands. Trauzeuge war DJ Phil Fuldner, den wir nach der Zeremonie zum Interview getroffen haben.
Zum dritten Mal fand in diesem Jahr das Parookaville statt. Das Line-up begeisterte EDM-Fans mit Acts wie David Guetta, Robin Schulz und Tiësto, lautem Bass und spektakulären Feuerwerken sowie beeindruckenden Lasershows. Mit einer Verlosung von Musikdurstig, dem Musikdach der Warsteiner Brauerei schlich sich ein weiteres Highlight auf das Gelände ein: Die einzige rechtskräftige Festival-Hochzeit Deutschlands! Von einer Standesbeamtin wurden die Gewinner des Contests Julia und Oliver auf dem Festivalgelände in der Parooka Church getraut und gaben sich vor Freunden und Familie in diesem außergewöhnlichen Setting das Ja-Wort. Begleitet wurde die Zeremonie vom DJ Phil Fuldner als Trauzeugen, der auf dem Festival seine eigene Bühne hatte. Wir haben ihn nach der Zeremonie getroffen.

Wie war es für dich, Teil dieser außergewöhnlichen Hochzeit zu sein?
Das war echt abgefahren! Normalerweise ist es ja fast despektierlich, auf eine Hochzeit zu kommen, bei der man das Brautpaar nicht kennt. Aber durch meine enge Zusammenarbeit mit Musikdurstig war mir klar, dass wir das zusammen probieren müssen. Ich fand’s tatsächlich ganz zauberhaft.

Was hat dir besonders gut gefallen?
Das Brautpaar war sehr süß und ihre Familie und Freunde sind eine tolle Bande. Der Vater der Braut ist ein richtig cooler Typ und da fällt es einem doch schon um ein Vielfaches leichter, bei einem Paar Trauzeuge zu sein, das man nicht kennt. Außerdem fand ich gut, dass es ohne unnötigen Kitsch vonstatten ging.
Parookaville 2017: Warsteiner Musikdurstig Hochzeit
Kannst du dir selbst vorstellen, auf einem Festival zu heiraten?
Ich glaube nicht. Ich habe eine Katze, die reicht mir. Aber wenn ich heiraten würde, dann so unauffällig und klein wie möglich. Wenn du allerdings so etwas geboten kriegst und unter ein paar hundert Leuten ausgewählt wirst, musst du das auch durchziehen. Insofern würde ich nichts kategorisch ausschließen, aber es wäre nicht meine erste Wahl. Dafür war ich allerdings sehr angenehm überrascht.

Du hast hier beim Parookaville deine eigene Bühne. Was bedeutet es dir, hier zu spielen?
Wir haben neben den zwei großen Stages noch diverse kleine Shelter, also überdachte Bühnen. Heute ist in der Cloudfactory zum Beispiel das Cocoon, wo Sven Väth und Dubfire sind, was ich wirklich toll finde. Da sehr coole und deepe Acts da sind, habe ich gesagt: »Hey, ich mache mein Ding hier.« Morgen bin ich dann mit AKA AKAMoonbooticaPalina Power, sowie Ferris Hilton von Deichkind am Set, die finde ich super. Das Parookaville hat einen unglaublichen Zauber, durch das Gelände zu gehen ist ein bisschen wie im Wunderland zu sein.  Es gibt hier überall diese kleinen Hobbit-Hügel wie im Auenland! Es ist eine große Ehre und ich freue mich sehr, dabei zu sein.