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Festivalguide
Die Sonne und Du
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Mit dem Fahrrad zum Festival

Fahrradtour aufs Greenville

Umweltschonend und nachhaltig wollte das Greenville Festival bei Berlin sein. Das nahm die örtliche Zelle der Trinkwasserinitiative Viva con Agua wörtlich und organisierte eine Fahrradtour zum Festival. Der Festivalguide ist mitgeradelt.

Berlin, Freitagmorgen, 11:00 Uhr: Bei mehr als 30 Grad im Schatten treffen sich elf Unentwegte mit ihrem Fahrrad an einem S-Bahnhof, um den Ansprüchen des Festivalveranstalters gerecht zu werden und um Viva con Agua zu unterstützen. Mit ihrem Drahtesel wollen sie die 35 km zum Festivalgelände zurücklegen, wo Iggy Pop, Scooter, Olli Schulz und viele Andere warten.

 
Nach 15 Minuten Warten kann es losgehen, das Gepäck wird bei Viva con Agua abgegeben und die »Tour de Greenville« setzt sich in Gang. Hannes hat den Plan und fährt vorne weg, dahinter platzieren sich die anderen, um gemeinsam die Straße zu überqueren. Nach zwei Ampeln ist es geschafft, wir verlassen die Stadt und befinden uns an einem idyllischen Radweg direkt an der Havel. Da stören keine Autos mehr und man kann sich auf einen entspannten Plausch mit dem Nebenmann einlassen. Die Vorfreude aufs Festival, die Ungewissheit, was einen da überhaupt erwarten wird und die krankheitsbedingte Absage von Turbostaat sind die Hauptthemen. Unbewusst wird gestrampelt und wir kommen vorwärts, ohne dass eine Anstrengung spürbar ist.

Bei der ersten Pause folgt die Überraschung: Zehn Kilometer haben wir schon geschafft. Das Tempo ist dabei locker, der Wald spendet Schatten und die Havel  verlockt zum Baden. Die anfangs erwarteten Qualen sind vergessen, stattdessen geht es gut gelaunt durch Berlin und Brandenburg. Vom Havelland-Radweg wechseln wir auf den Mauerradweg, von dort geht es nach Schönewalde. Immer mit dabei: Eine traumhaft schöne Umgebung, die man so nah an Berlin nicht erwartet hätte.
Um 14:00 Uhr geht’s zum letzten Mal minimal bergauf, doch schon oben auf der Autobahnbrücke erwartet uns der Blick aufs Festivalgelände. Dahin lassen wir uns gemütlich rollen, freihändig begrüßen wir die Security. Während die ersten Bands bereits spielen, nehmen wir unser Gepäck entgegen und schließen unsere Räder an einem bewachten Parkplatz ab. Das Greenville kann kommen und wir haben das unfassbar gute Gefühl, bei einem Festival etwas Gesundes für unseren Körper getan zu haben. Darauf stoßen wir an, natürlich mit einem Radler und die Feierei kann beginnen.

Greenville Music Festival: Alle Bands auf einen Blick:

Bloodhound Gang, Fall Out Boy, Jupiter Jones, Kaiser Chiefs, Nick Cave & The Bad Seeds, Texas Is The Reason, Wu-Tang Clan, Alex Clare, Atari Teenage Riot, Bonaparte, Brothers In Arms, Captain Planet, Death Letters, Efterklang, Findus, Frittenbude, Gemma Ray, Gentleman, Heisskalt, Hoffmaestro, Icona Pop, Japandroids, Katzenjammer, Kollektiv22, Kvelertak, LaBrassBanda, Letzte Instanz, Marathonmann, Maximilian Hecker, Maybeshewill, Ohrbooten, Razz, Rider's Connection, Saalschutz, SAM, Scala & Kolacny Brothers, Sophie Hunger, Tall Ships, The D.O.T., The Fog Joggers, The Inspector Cluzo, The Joy Formidable, The Love Bülow, Thees Uhlmann, Tocotronic, Torche, Tubbe, Westbam, Willy Moon