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Die Sonne und Du
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Über alles reden

The Streets live @ Melt! 2011

Mike Skinner sucht neue Herausforderungen. Melt! bietet wohl eine der vorerst letzten Möglichkeiten, The Streets live zu erleben.

Ein nicht ganz so schlauer Mensch hat mal über Mike Skinner gesagt, er könne weder rappen noch singen. Ein schlauerer hätte es so ausdrücken können: The Streets lassen sich seit 2001, dem Jahr ihres ersten großen Erfolges mit der Single »Has It Come To This«, weder nach den bis dahin gängigen Erkennungsmerkmalen britischer Popmusik noch nach denen von UK-HipHop beurteilen. Und doch hat Skinner es geschafft, mit seiner Version von UK-Garage Fans aus allen Lagern für The Streets zu begeistern. Zu diesem Zweck zog er in einen Stadtteil Londons, dem von Rapper Maxi Jazz mit »Brixton (Baby)« schon früh in den 90ern eine identifikationsstiftende Hymne gewidmet wurde. Deren Spuren folgte der Bursche aus Birmingham, um vom Alltag und dem Kampf eines Jugendlichen mit dessen Tücken zu berichten.
Trotz des Novelty Effects, den er durch sein grandioses Debütalbum »Original Pirate Material« 2002 ohne Zweifel genoss, blieb ihm ein Dasein als Eintagsfliege erspart. Skinner erzählt bereits eine ganze Dekade lang filmreife Storys – das zweite Album »A Grand Don't Come For Free« war sogar als Konzeptalbum über die Jagd nach einem Haufen verlorenen Geldes angelegt –, während die Drum Machine den Takt vorgibt und der musikalische Hintergrund wie eine Fototapete wechselt. Von den rougheren Anfängen bis zum wahrscheinlich eingängigsten Album »Everything Is Borrowed« von 2008 verlor er trotz einiger kommerzieller Erfolge nichts an Street Credibility. Die hatte er sich ja auch nie mit Gangster- oder Punk-Attitude erschlichen. Er setzte einfach immer auf das anschlussfähige Image des Durchschnittstypen. So gönnen die Leute einem Normalo wie Mike Skinner einfach die Möglichkeit, sich nach dem Geniestreich über die Jahre künstlerisch auszudifferenzieren. Laut eigener Aussage ist er mit dem jüngsten Album »Computer And Blues« an einem Punkt angekommen, an dem das Projekt The Streets ausgereizt ist. Dass mit einer motivierten Band im Rücken auf der Bühne aber noch einiges aus den Songs herauszukitzeln ist, weiß Skinner selbst am besten.

Für die Zukunft fühlt er sich frei zu zeigen, was man innerhalb eines Jahrzehnts in der Rolle als stilbildender Chronist jugendlichen Leichtsinns lernen kann. Skinner will einen Spielfilm drehen. Eines scheint jedoch sicher: Irgendwann wird auf dem Melt! über eine Reunion von Skinner und seiner Drum Machine als The Streets geredet werden.

Melt! Festival 2011
Samstag / Bench Mainstage / 21:00

Unter intro.de/melt findet ihr alle weiteren Neuigkeiten, Bilder, Videos und Ankündigung auf einen Blick!

Melt!: Alle Bands auf einen Blick:

Alt-J, Atoms For Peace, Babyshambles, Daughter, Disclosure, DJ Koze, James Blake, Modeselektor & Apparat, Owen Pallett, The Knife, Adana Twins, Aerea Negrot, Alex.Do, Amon Tobin, Andhim, Anja Schneider, Archive, Art Department, Austra, Azealia Banks, Bambounou, Barnt, Ben Klock, Ben UFO, Benjamin Damage, Bicep, Camea, Catz 'N Dogz, Chopstick & Johnjon, Christian Löffler, Chvrches, Crystal Fighters, Damian Lazarus, Dan Deacon, Daniel Bortz, Diamond Version, Digitalism, DIIV, Discodromo, Django Django, Eats Everything, Ellen Allien, Everything Everything, Fantastic Mr. Fox, Feine Sahne Fischfilet, Flying Lotus, Friends, Function, Glass Animals, Hans Unstern, Henning Baer, Henrik Schwarz & Band, Iamamiwhoami, James Holden, James Murphy, Jamie Jones, Jets, Joy Orbison, Julio Bashmore, Karenn, Karocel, Kettcar, Kid Simius, King Krule, Laing, Local Natives, London Grammar, M.A.N.D.Y., Maceo Plex, Manamana, Marcel Dettmann, Mark Ronson vs. Riton, Markus Kavka, Metro Area, Miss Kittin, Monika Kruse, Motor City Drum Enesemble, Motor City Drum Ensemble, Mount Kimbie, MS MR, Mykki Blanco, Oliver Koletzki, Otto von Schirach, Owiny Sigoma Band, Pool, PTTRNS, Purity Ring, Rhye, Roosevelt, Rudimental, Ruen Brothers, Ry / Frank Wiedemann, SBTRKT, Schwarzmann, Scuba, Shields, Shinedoe, Simian Mobile Disco, Sinkane, Siriusmo, Sizarr, Smash TV, Solomun, Soulwax, Swim Deep, The 1975, Till von Sein, Todd Terje & Lindstrøm, Trentemøller, Trickski, Tricky, Trümmer, Wankelmut, Woodkid, Zebra Katz