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10 Jahre Electronic Beats

Die Party steigt in Berlin: Róisín Murphy, The Human League u. a. [28.10.2010]

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It’s Bumm-Bumm-Birthday. Eine der wichtigsten Live-Institutionen elektronischer Musik in Deutschland und Zentraleuropa schließt die erste Dekade ab und geht jetzt erst mal feiern. Gründer Ralph Lülsdorf erzählt uns auf dem Weg ein paar lustige Geschichten, z. B. die des äußerst leichtsinnigen Streets-Mainmans.

Zehn Jahre Electronic Beats, Ralph – an welche Sekunde, an welchen speziellen Moment innerhalb dieser Geschichte denkst du, wenn du dir sagen willst: "Das war den ganzen Stress wert"?
Wenn ich unser Coffee-Table-Book zum 10-Jährigen in der Hand halte und damit all die Momente nochmals vor meinen Augen Revue passieren.


Hast du eigentlich einen Lieblings-Beat?
Ja, 4/4 – four to the floor.

Apropos Beats: Gab es in der Geschichte der Veranstaltung eigentlich mal einen Beat, dessen Wucht beinahe das Venue beschädigt hätte?
Nicht ganz, aber war schon heftig: Prodigy hatten einen Stage-Rider mit einem überdimensionierten Sound. Das Ganze hat den Boden in Bratislava ganz schön zum Beben gebracht. Aber Gott sei Dank ist niemals jemand zu Schaden gekommen – auch kein Venue.

Würdest du uns eine lustige Backstage-Anekdote spendieren?
Unsere Künstler sind Backstage immer top konzentriert. Dafür passiert vieles während der Konzerte. Z. B. bei Deichkind, wo sich ein Mitglied der Band ein Signalhorn an den Kopf hielt, beim Abdrücken aber völlig vergessen hatte, dass auf seinem Pyramiden-Hut gerade eine Wunderkerze brannte.


Die daraus resultierende Stichflamme setzte gleich den kompletten Helm in Brand und natürlich die Crew in Panik. Die Sache verlief aber zum Glück ebenso glimpflich wie beim Ikea-Sofa, das über die Menge schwebend ins Mischpult zu donnern drohte, oder wie bei Mike Skinner (The Streets), der sich bei unserer Veranstaltung in Graz aus vier Metern Höhe von der Mauer der Schlossberg-Ruine in die Crowd stürzen wollte und nur durch vehementes Eingreifen seines Managers davon abgehalten wurde. Ähnlich riskant war übrigens Diplos (Major Lazer) Sprung von der DJ-Kanzel im Kölner E-Werk. Wir haben da immer wieder irres Glück.

Welchen Act würdest du in jeder Sekunde deines Lebens wieder, welchen Act nicht für eine Million Euro erneut buchen?
Es sind einfach zu viele gute Acts. Bislang war unser Booking so gut, dass wir keine wirklich schlechten Acts dabeihatten. Persönlich hat mich aber die Zusammenarbeit mit Yello beeindruckt. Eigentlich wollten wir sie als Live-Act für unsere Reihe "Electronic Beats Classics" gewinnen, es stellte sich allerdings heraus, dass Yello so was gar nicht machen. Wir führten dennoch so lange und gute Gespräche, dass dabei am Ende eine Freundschaft und das "Touch Yello – Virtual Concert" herauskamen.

Was wünschst du dir denn für die nächsten zehn Jahre Electronic Beats?
Weiterhin viel Leidenschaft, Inspiration und Innovation für unser kleines und feines Marketingprogramm. Und noch mehr Fans.


Intro präsentiert:
Termine 10 Years Electronic Beats Festival
04.11.2010 Berlin, Radialsystem V » Details » Anreise
19.11.2010 Wien, Gasometer » Details » Anreise


Wir verlosen 2x2 Tickets für dieses Festival: Mitmachen? Schreibt eine Mail an tickets@festivalguide.de mit dem Betreff "Electronic Beats turns 10", Wunschort nicht vergessen und Daumen drücken. Einsendeschluss ist der 28.10.2010. Viel Glück!




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Text: Jens Rübsamen
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