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Melt! mit neuen Namen
Kasabian, Travis, Phoenix, Erol Alkan [23.03.2009]
Kasabian: Direkt aus dem Irrenhaus?
Nach den ersten Bestätigungen im Februar rücken die Melt!-Macher jetzt mit neuen Namen für das 12. Melt! raus, das vom 17. bis zum 19. Juli in Gräfenhainichen bei Dessau stattfinden wird. Den Anfang machen Kasabian, die festivalexklusiv ihr neues Album „West Rider Pauper Lunatic Asylum“ vorstellen werden. Wie die Band verlauten ließ, klänge das nach einem Irrenhaus benannte Werk wie eine Mischung aus Daft Punk, The Clash und den Rolling Stones – also ziemlich schizo. Eher harmonisch bis melancholisch wird's mit dem schottischen Sonnenschein Travis. Die Herren um Wahl-Berliner Fran Healy mögen gerne über schlechtes Wetter im allgemeinen und Regen im besonderen singen, aber dafür scheint ihnen live dermaßen die Sonne aus dem Hintern, dass man sich ihrer guten Laune kaum verschließen kann.
Tritte in den Hintern gibt's dann vom Londoner Remix-Gott und Kult-DJ Erol Alkan, der auf dem Melt! gemeinsam mit Alexander Ridha alias Boys Noize an die Turntables treten wird, damit ihre Sounds live und weltexklusiv miteinander verschmolzen werden – ganz im Sinne des Festivalnamens. Heiß wird's bei den ebenfalls aus London stammenden Metronomy. An ihrem als „Hot Shit“ gehandelten Pop-meets-Disco-meets-Electro-Mix kann man sich nur zu leicht die Zunge verbrennen. Das ließe sich auch von den feuerroten Haaren von Elly Jackson sagen lassen, die mit dem Duo LA Roux und einem sexy 80er-Update mit dabei ist. Französische Gaumenfreuden für den Pop-Connaisseur gibt es von Phoenix, die sich mit ihrem smarten Indiepop nun ganz weit aus dem Fenster lehnen und ihr neues Album nicht unbescheiden „Wolfgang Amadeus Phoenix“ nennen. Was gibt’s noch zu bieten? Die Schweden von The Soundtrack Of Our Lives kehren mit neuem Doppelalbum „Communion“ zurück und servieren dieses bei ihren abgedrehten, vom psychedlischen Klang der 70er umwehten Live-Messen. Auch die heimische Punkrock-Küche öffnet ihre besten Töpfe und bietet eine „Gute Aussicht“ – so heißt nämlich das neue, live eingespielte Album von Muff Potter, das Nagel wieder einmal mit den schönsten Neologismen, Weisheiten und Wortzerdrehungen gefüllt hat. Portugal ist vertreten mit Buraka Som Sistema, die mit ihrem bouncenden Kuduro-Sound ein ganz neue Farbe in die Dance-Welt gebracht haben. Röyksopp kommen und erfüllen damit den Wunsch vieler Melt!-Fans. Wir freuen uns auf die Norweger, die mit ihrem 3. Album „Junior“ unterwegs sind.
Und wie sollte es anders sein, auch Techno-Liebhaber kommen natürlich auf ihren Geschmack. Zu den bereits bestätigten Ellen Allien und Paul Kalkbrenner gesellen sich Tiga, Koze, Hell, James Holden und Radioslave. Da sollte ein jeder Beat-Hunger gestillt werden. Und das Programm des 50-Stunden-Zuppel-Marathons auf dem Sleepless Floor steht ja auch noch aus. Alle Infos und das vollständige Line-up gibt es auf www.melt-festival.de oder in unserem Festivalprofil.
Text: Daniel Koch
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de









