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Das Highfield am Freitag

Mit Subways, Bloc Party, Killers [16.08.2008]

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Bloc Party
Foto: Geert Schäfer

Bei herrlichstem Regen und strahlend grauem Himmel begann gestern das Highfield-Festival in Hohenfelden. Was aber den rund 25.000 Angereisten nicht sonderlich die Stimmung vergrätzte. Das ausverkaufte Festival konnte am Freitag immerhin mit Bloc Party, Killers, Sportfreunde Stiller und Subways gleich mehrere hochkarätige Crowd-Pleaser vorweisen. Hatten sich erst einmal alle dran gewöhnt, dass der Regen so schnell nicht aufhört, füllte es sich bereits am frühen Nachmittag. Nachdem Daniel Wirtz eher anstrengend weil ziemlich deutschrockend eröffnete, zeigten die Subways krachig und mitreißend, dass sie mehr sind, als eine Eintagsfliege mit „Rock’n’Roll Queen“. Auch bei der anschließenden Autogrammstunde am Festivalguide-Stand, nahmen sie sich alle Zeit der Welt, auch den letzten Autogrammwunsch zu erfüllen. „Ihr müsst die Schlange auflösen, sonst signieren die morgen noch“ – so klang das Flehen des Tourmanagers nach 45 Minuten.


Die Retter des Sonnenlichts waren dann später Tocotronic, die souverän und freundlich ein Best-Of auftischten. „Kapitulation“ des Regens war die Folge. Cheesiges Cover- Potpourie mit den Superhits der 80iger und 90iger gab’s von den Sportfreunden Stiller, bevor dann die unbestreitbaren Highlights anrückten: Bloc Party spielten den einzigen Festivalauftritt in Deutschland und lenkten das Augenmerk der Fans behutsam auf die Dinge, die da bald kommen mögen. Die elektronisch überdrehte Single „Mercury“ eröffnete das Set, später gab es einen weiteren neuen Track, in dem Kele Okereke mal schluchzte und mal zischte „I can be as cool as you“. Der erste Höreindruck war dabei durchaus ein guter, klassisch Bloc Party könnte man sagen, wobei man sich fast schon wunderte, wie nahtlos er sich in das Set einfügte. Fast hätte man sich das sperriger gewünscht. Dennoch: Dank stimmiger Lightshow, fast-Vollmond über der Bühne und 25.000 Jubelnden, mehr als eindrucksvoll. Die Killers kamen dann mit der ihnen anhängigen Arroganz, die sich aber auf großen Bühnen sehr überzeugend entfalten kann. Mag sie manch einer „U2-Nazis“ nennen – so im Publikum gehört – muss man auch als Skeptiker anerkennen, dass sie mit großen Menschenmengen umgehen können, vor allem wenn sie doch eigentlich ziemlich gelungene Schmand-Lappen-Rock-Hits wie „All The Things That I Have Done“ als letzte Segnung mit in die Nacht geben. Die Menge singt „I’ve got soul but I’m not a soldier“ und Mr. Flowers fragt sich wahrscheinlich, warum er für den Track damals so viel Kohle für einen Gospelchor verballert hat. Heute beim Highfield: The Hives, Ärzte, Kettcar, Flogging Molly, I Am Kloot u. v. a.



Text: Daniel Koch
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