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So war das Hurricane 2008

Und jetzt: Das Wetter! [24.06.2008]

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Blick auf die Giganto-Stage

Und wieder muss man beim Hurricane noch zuerst über das Wetter sprechen. Nicht etwa, weil das spannender war als die rund 60 Acts, sondern weil auch das mal wieder für ein unvergleichliches Auf- und Ab- der Hoffnungen und Erwartungen sorgte. Das für Freitag und Samstag angekündigte „mehr wolkig als heiter“ entpuppte sich dann aber als durchgehende Sonnenbrandgefahr, wie man schon am Freitagabend an krebsroten Stirn- und Nackenpartien ablesen konnte, die Unwetterfront samt Steinschlaghagel wurde nicht zuletzt von Radioheads überirdischen Auftritt auf sicherem Abstand gehalten. Statt Matschpampe an den Schuhen musste man sich also in diesem Jahr eher mit Staub in der Lunge auseinandersetzen, denn der Scheeßeler Eichenring verwandelte sich an den stark frequentierten Stellen schnell in eine feinkörnige Ackerwüste, die man aber spaßeshalber sehr gut in Wolken vom Boden aufstampfen konnte.


Was gleich beim herb norddeutschen Opener Turbostaat sehr gut funktionierte. Ihr souveräner Auftritt und der bekannte Spagat zwischen In-die-Fresse-Punk und In-die-Birne-Lyrik funktionierte sogar selbst von der Giganto-, pardon Green-Stage herunter. Trotzdem ließen es sich viele nicht nehmen, das Wochenende vor der Blue Stage mit eher weltmusikalischem Flair zu beginnen – im postiven Sinne. Dafür sorgten z. B. Shantel und Patrice. Der Auftritt von Kettcar geriet dann leider eher zwiespältig, da ihr Sound – wenn man nicht in der ersten bis zehnten Reihe stand – vom norddeutschen Winde verweht wurde, und gerade die neuen Nummern wie z. B. „Es gibt kein Außen mehr“ dadurch einen Teil ihrer Dringlichkeit einbüßten. Aber die Kracher mit den „Landungsbrücken“ und den „Balkonen“ machten das wieder wett. Trotzdem ertappte man sich bei dem Gedanken: „In Oelde kamt ihr damals besser!“

Die auch hier wieder zahlreich vertretene Remmi-Demmi-Fraktion, die wirklich sehr oft „Abi 08“-T-Shirts trug (gab’s das Rabatt-Aktionen vom Veranstalter?) versammelte sich dann in breitester Feierlaune vor Deichkind und Jan Delay. Erstere reisten wieder mit Trampolin und Gummiboot an, zeigten aber diesmal eine modernere Müllsack-Dress-Variante und verteilten in den ersten Reihen Wodka-Pinneken, die die Meute da vorne sicher nicht mehr nötig gehabt hätte. Jan Delay dann ebenfalls altbewährt, mit Mitsingspielen und „Freeze!“-Dance-Aktionen im Gepäck, die sogar noch in der letzten Reihe funktionierten. „Respect, Alder!“, wie man wohl in Eimsbusch so sagt. Monster Magnet gab’s dann ja auch noch und wieder, was man kurz im Vorbeigehen registrierte, als einem  der gute alte Rock-Sprengkopf „Supersonic Teenage Warhead“ in die Flanke knallte. Während der Song noch saß, passte und Luft hatte, schien das bei Herrn Wyndorf nicht mehr der Fall zu sein. Zitat des Nebenmannes: „Herrgott, ist der fett geworden!“

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Text: Daniel Koch;Ines Sundermann
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