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Immergut: Spielplanfreuden

Mit Notwist, Menomena, Johnossi ... [31.03.2008]

Alle Festivals bei Festivalguide 2012

Noch auf der Couch, bald auf der Wiese: The Notwist

Im vor kurzem noch recht lichten Line-up-Plan des Immergut-Festivals ist  inzwischen kaum noch ein Slot-Fleckchen frei. Seit der letzten Meldung gibt es wieder einige neue Bestätigungen im Line-Up. So steht einem indie-krediblen Fesitvalwochenende steht nichts mehr im Wege. Eröffnet wird das Ganze auf der Hauptbühne mit Ólafur Arnalds epischen Klassik-Indie-Clash. Er gibt später an Johnossi ab, die im März ein im Vergleich zum Debüt eher noiselastiges Album ablieferten. Die kanadischen Epitaph-Schützlinge The Weakerthans bringen Material aus zwölf Jahren Gitarren-Pop mit. Politische Statements mit T-Shirt-Score, verpackt in runde Riffs und eingängige Melodien.


Nach sechs Jahren Scheintod sind als  Headliner des Abends Deutschlands Indie-Stolz The Notwist gebucht. In einer Zeitspanne, in der viele Bands zwei Alben, eine Welttournee und einen Bandsplit hinbekommen hätten, haben The Notwist mit „The Devil, You+ Me“ zwar nur ein Album geschaffen, aberhin eines das den Sound von „Neon Golden“ noch einen Schritt weiter denkt und ganz wunderbar ist.

Auf der Nebenbühne beginnen The Audience aus Hersbruck. Britisch klingender Indie-Pop, ganz nach dem Bandmotto „Please, Kill The Octaves“. Folge-Act Trip Fontaine vermischen Lounge- und Grindcore-Sounds, schaffen aber vor allem Prog-Assoziationen an Mars Volta & Co. Überdrüssig von der energischen Show schaffen die melancholischen Kitsch-Popper Menomena sicher Abhilfe. Denen folgen iLiKETRAiNS, die ebenfalls durch elegische Soundsphären schweben. Dem Reigen destruktiven Pops die Krone aufgesetzt, bittet anschließend der Wiener Gesangs-Oldie Louie Austen aufs Tanzparkett und entlässt erst um 2 Uhr zur Zeltdisko.

Während am Immergut-Samstag Slut immer noch als Einzige einen Slot auf der Hauptbühne belegen, gibt es auf der kleinen Stage neben Get Well Soon die Rostocker Lokalheroen Microstern. Sieben Köpfe verbinden sinfonischen Elektro mit Gitarren und Visuals und dekorieren ihre catchy Melodien mit bescheidener Proberaum-Attitüde. Den Abschluss macht Solariums-Fetischist PeterLicht. Der sonst so festivalscheue Fame-Verweigerer singt seine „Lieder über das Ende des Kapitalismus“ und gibt zum Finale (tba.) auf die Mainstage ab.

Die Eintrittsbändchen als unvermeidliche Festivalaccessoires gehen übrigens schon zu Neige und sind nur noch an bestimmten Vorverkaufsstellen zu bekommen. Also besser beeilen. Alle Infos zum Ticketkauf gibt’s auf der Festivalwebsite.



Text: Julian Stetter
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