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Sziget: Augenärzte und Jungfrauen
Neu dabei: R.E.M., Die Ärzte, Iron Maiden [19.02.2008]
R.E.M. by Anton Corbijn
Foto: WEA
Am 28. März erscheint mit „Accelerate“ das bereits vierzehnte Album der ergrauten Herren aus Athens, Georgia. Schon im Vorfeld ließen R.E.M. verlauten, dass ihre musikalische Ausrichtung darauf gen Frühphase zielt. Was wohl heißen soll, dass wieder mehr indiegerockt werden darf. Das berichten auch erste Ohrenzeugen. So findet das Musikmagazin Intro beim Probehören sogleich einen „dreckigen und auf angenehme Weise altbackenen Song“ („Mansized Wreath“), einen typischen „Stipe-Irrgarten“ („Accelarate“) und fragen sich schon beim Opener („Living Well's The Best Revenge“) ob man die „Back-to-the-Roots-Bekenntnisse“ für voll nehmen sollte. Die Antwort scheint ein klares „Ja!“ zu sein, was sich wohl auch erfreulich auf die Liveshows auswirken dürfte. Da R.E.M. ja regelmäßig Stadien füllen, im Sommer aber alle auf den Festivals abhängen, ist die Entscheidung nachvollziehbar, das neue Material erst einmal auf ausgewählten Festivals zu präsentieren. Den ersten Zuschlag in Europa bekam das alteingesessene Kultfestival Sziget (12. bis 18. August) in Budapest. Da kann man doch nur sagen: Gute Wahl!
Außerdem wurde jüngst vermeldet, dass der Auftritt der deutschen Band Die Ärzte auf dem diesjährigen Sziget – auf der Main Stage im Nachmittags-Programm – auch kein Geheimnis mehr sei. Als Kontrastprogramm hat sich auch die „eiserne Jungfrau“ des Metals Iron Maiden angekündigt, die sich gerade schon mal auf ihrer Welttour warmspielt. Das Sziget 2008 wird diesmal übrigens offiziell kürzer sein, beim gleichen Ticketpreis wie im Vorjahr. Wer jetzt „Schiebung!“ schreit, dem sei gesagt, dass man für das kürzere Sziget aber dasselbe Bookingbudget verbrät wie für das siebentägige zuvor. Das heißt unterm Strich, dass auch das Line-up qualitativ aufgewertet wird. Hier die offizielle Stellungnahme, die man auf der deutschen Website nachlesen kann: „Die Organisatoren des Sziget planen das Festival 2008 für fünf Tage plus einen. Im Hintergrund steht, dass der Bürgermeister des Nachbarbezirks in den letzten Jahren das Festival stets verklagt hat, da es die Bewohner des Bezirks störe. Der Zweck der Verkürzung ist also, die Bewohner der Gegend (durch das Sziget) weniger zu belasten, damit den Frieden langfristig zu sichern, und das Festival auch für die empfindlicheren Einwohner in der Umgebung akzeptabel zu gestalten.“ Alle weiteren Infos gibt's wie immer auf dem Festivalprofil.
Text: Daniel Koch
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de









