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Roskilde: Pioniere galore!
My Bloody Valentine bestätigt [31.01.2008]
My Bloody Valentine schauen düster drein
Auf dem Roskilde hat man es sich in diesem Jahr augenscheinlich zum Ziel gesetzt, Bands zu ehren, die in der jüngeren Musikgeschichte einst Pionierarbeit geleistet haben. Nachdem man schon die Pioniere des Big Beats The Chemical Brothers gebucht hatte, und schon früh mit den Pionieren des Kopfrocks Radiohead für Schlagzeilen sorgte, kommen nun die Pioniere des Shoegazings zurück: My Bloody Valentine (Foto). Wer sich schon länger mit Gitarrenfeedback befasst, der kennt auf jeden Fall deren Meisterwerk „Loveless“, das 1991 erschien und mindestens ebenso einschlug wie das Debüt von The Jesus and Mary Chain „Psychocandy“ im Jahr zuvor. Auch „Loveless“ lebte von der Spannung zwischen den ohrenbetäubenden Feedbackschleifen, den romantischen Lyrics und den immer wieder aufblitzenden Pop-Momenten im Songwriting. Als Sofia Coppola 2003 den „Loveless“-Track „Sometimes“ in ihrem Film „Lost In Translation“ verwendete, entdeckten auch viele jüngere Fans alternativer Musik das Werk dieser Pioniere aus Dublin. Vielleicht war das ein Grund, warum sich die Band im vergangenen Jahr zu einer umfeierten Reunion aufraffte. Für dieses Jahr ist sogar ein neues Album geplant, das My Bloody Valentine sicher auf dem Roskilde vorstellen werden.
Abseits der Pioniergarde gibt es noch weitere Bestätigungen zu vermelden. Die da wären: die schwedische Kult-Death-Metal-Band At The Gates, die Instrumental-Electro-Punks von Holy Fuck, der Berufsmelancholiker und Songwriter Teitur von den Färöer Inseln und die Worldmusic-meets-Indierock-Combo Yeasayer aus den Staaten. Bleibt nur zu hoffen, dass man es in Roskilde nicht wieder mit sinnflutartigen Regenfällen zu tun bekommt wie im letzten Jahr. Weitere Infos gibt's auf der (auch englischsprachigen) Festivalwebsite.
Text: Daniel Koch
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de









