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Popkomm: Zum Haare raufen
No Sleep till Sunday! [03.09.2007]
Das Gute daran, in Berlin zu wohnen ist, dass man jeden Tag die Woche weggehen kann. Das Schlechte an Berlin ist, dass die Veranstaltungen, die man unbedingt mitnehmen muss, manchmal überhand nehmen. So gibt es alljährlich eine Woche Mitte September, in der das Stadtbild von gehetzten Leuten bestimmt wird, die sich im Taxi von einer Location zur nächsten shuttlen lassen: Dann ist Popkomm. Und auch in diesem Jahr gibt es keine Gnade. Man muss straff planen - sich einen Zeitplan zusammenzustellen fällt schwer. Vor dem inneren Auge sieht man sich schon wieder von einem Club zum nächsten hetzen, um bloß kein Highlight zu verpassen. Am Mittwoch zum Beispiel, dem 19.
September, geht es schon los: Im Columbia Club bestreiten Genossen der härteren Spielart den Abend: As I Lay Dying, Maroon, HIMSA und Darkest Hour. Am selben Abend geben sich im Magnet Club der New Yorker Singer-Songwriter Kevin Devine und die bisher noch weitgehend unbekannten aber durchaus lohnenswerten Indie-Heroen von Chin Up Chin Up die Ehre. Die kämpfen an gegen die klassische Visions-Party, bei der in diesem Jahr Punk-Troubadour Billy Bragg den Headliner mimt. Unterstützt wird der Barde von The Robocop Kraus, Lampshade, Clickclickdecker und Fotos. Und das ist nur ein Bruchteil der Veranstaltungen an dem Abend.
Am nächsten Tag geht der Konzert-Marathon dann weiter mit einem Intro Intim mit Jahcoozi, Kano und den Sick Girls im Festsaal Kreuzberg, einem Hot-Chip-DJs im 103 Club, Polarkreis 18 im Frannz-Club, einem Alive-Showcase mit Belasco im Maschinenhaus sowie einem City-Slang-Showcase mit The Go! Team, Menomena, Architecture in Helsinki, Stars etc im Postbahnhof. Auch am Freitag wird einem dann keinerlei Verschnaufpause gegönnt: Trentemøller live in Concert bei einem weiteren Intro Intim, Paul van Dyk, Hell, Felix da Housecat, Uffie & DJ Feadz, Brazilian Girls, Madina Lake, Turbostaat, Johnossi, Richie Hawtin, Troy Pierce und alles größtenteils in unterschiedlichen Locations. Es ist zum Haare raufen! Aber genug davon, ein jeder stelle sich seinen Zeitplan hier selbst zusammen. Und im Endeffekt ist es ja auch so, dass gerade diese Hetzjagd einen Teil des Spaßes auf der Popkomm vom 19. bis 22. September ausmacht!
Text: Julia Gudzent
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de











