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Reeperbahn-Festival: Hard-Fi und Stars dabei
Das Line-up wächst und wächst und wächst… [30.07.2007]
Die etwas andere Live-Show
Gute Live-Shows bekommt man auf der Reeperbahn alle paar Meter versprochen, entweder per blinkendem 70er-Jahre-Neonschild oder von bärtigen, schmierbäuchigen Herren, die sich mal flüsternd mal kumpelhaft gröhlend an potentielle Kunden ranschmeißen. Musikfreunde wissen aber natürlich, dass es außer den weltbekannten Etablissements rund um die Reeperbahn auch ebenso bekannte Locations für musikalische Live-Shows gibt. Und die werden in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal vom Reeperbahn-Festival bespielt, das ja schon bei der letzten Line-up-Rutsche durchaus einen auf dicke Hose machen konnte – um mal in der Sprache des Viertels zu bleiben.
Jetzt wird nachgelegt, und auch diesmal wird dem geneigten Indie- und Popfan das Herz aufgehen und das Wasser im Ohre zusammenlaufen. Die britischen Hard-Fi werden recht pünktlich zum Release ihres Zweitwerks jedem klar machen, dass sie alles andere als ein One-Record-Wonder von der Insel sind. Stars aus Kanada werden mit ihrem Breitwandpop für verträumte Gesichter sorgen, Rooney bei den jungen weiblichen Fans für Ohnmachstanfälle verantwortlich gemacht werden und die Cribs, deren drittes Album unlängst vom Franz-Ferdinand-Sänger produziert wurde, stehen sowieso im Ruf, eine der schmissigsten Live-Bands von der Insel zu sein. Indiekenner können sich derweil über die Kultband Die Zimmermänner freuen. Und wer es mit kruden Bandnamen hat, dem sei das Electro-Trash-Clash-Duo Frankreich Muss Bis Polen Reichen empfohlen. Außerdem neu im Line-up: Biffy Clyro, Dawn Penn, State Radio, Logh, The Far Cries, Björn Kleinhenz, Butterfly Bangs, Erlend Roepstad, Dr. Ring-Ding, Sorgente, Ter Haar, Love Ravers und Thirst. Leider haben Architecture In Helsinki inzwischen abgesagt. Schade.
Das Line-up inklusive Locationangabe gibt’s ab sofort auf der Festivalwebsite. Dort findet man ebenso die Musicbox mit Songs der auftretenden Bands, die sich langsam aber sicher füllt. Tagestickets kosten übrigens 26 Euro, zwei Tage 38 Euro und drei Tage 55 Euro. Dafür kriegt man bei anderen Live-Shows auf der Reeperbahn wohl nicht mal eine Stunde.
Text: Daniel Koch
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de









