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So war die c/o pop 2011

Recap: Köln unter Strom, Intro mit dabei [27.06.2011]

Alle Festivals bei Festivalguide 2012

Foto: www.tobiasvollmer.de

Fünf Tage Festival mit viel Indie und Elektro, ein begleitendes Kongress-Programm, ein Treffen internationaler Festivalveranstalter und ein Fußball-Turnier, bei dem die Intro-Mannschaft leider viel zu früh ausschied – das alles hielt uns hier seit vergangenem Mittwoch vom Schlafen ab.


Die musikalischen Highlights in der Zusammenfassung:

MITTWOCH, 22.06.2011

Wolfram – Der Wiener, der in diesem Jahr sein selbstbetiteltes Debüt vorgelegt hat, ein atemlos machender Ritt durch Italodisco und Schmonz-House, durfte das Festival beim Electronic Beats Soiree inoffiziell mit einem DJ-Set eröffnen. Mission gelungen.

Janelle Monáe – Der Amerikanerin kam die Ehre der offiziellen Eröffnung der c/o pop zu. Der Tanzbrunnen war für die Neo-Funk-Soul-Künstlerin vielleicht, was den Andrang anging, eine Spur zu groß, nicht aber was ihre Souveränität im Umgang mit Bühne und Publikum betraf. Man merkte, dass sie in ihrem Heimatland schon längst vor viel größeren Zuschauermengen auftritt. Während ihr Album in seiner Modernität manchmal eine Spur zu kalt klingt, gelang ihr in der Liveumsetzung auf der Open-Air-Bühne die Erdung. Im Club wäre die Wirkung allerdings deutlich stärker gewesen.


Andreas Dorau – »Todesmelodien« heißt das neue, topaktuelle Album des einzig legitimen Überlebenden der Neuen Deutschen Welle. Man mag es immer etwas ungerecht finden, wenn jemand vom Standing eines Andreas Dorau in einem so kleinen Laden wie dem Studio 672 auftreten muss, man kann es aber auch einfach abfeiern, denn gerade in dieser Intimität erblüht diese gewisse distanzierte Nähe, die der Hamburger so konsequent kultiviert, erst richtig. Und so folgte ihm eine treue Fangemeinde durch Wortspiele und Slogangesänge.

Cómeme Clubnacht – Das südamerikanische Label mit (bedingt durch Co-Betreiber Matias Aguayo) Standleitung nach Köln gehört zu den festen Größen der c/o pop. Nachdem man die letzten Jahre das Roxy, Kölns sagenumwobenen Absturzschuppen auf dem Ring, immer konsequent in Grund und Boden geschwitzt hat, wurde das Label in diesem Jahr in den Stadtgarten upgegraded. Der Vorteil: deutlich mehr Besucher konnten teilhaben an den Sounds des derzeit vielleicht besten Dancelabels der Welt. Der Nachteil: die Atmosphäre war nicht ganz so kochend wie zuvor. An den Anstrengungen des Labelkollektivs lag es freilich nicht. Die hatten sogar einen Boxring im Stadtgarten aufgebaut, aus dem heraus sie in ständig wechselnden Konstellationen für Beats und Reime sorgten.

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Text: Felix Scharlau;Martin Lippert;Maja Schäfer;Thomas Venker;Carsten Schumacher
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