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Mondo Generator live

Polohemden im Weg [19.06.2010]

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Mondo Generator
Foto: Jens Wege


Mit Mondo Generator trat ein Ex-Queens Of The Stone Age-Mitglied mit seiner alten neuen Band auf die Bühne des Kölner Underground. Man sah: Sich vom langen Schatten der Ex-Band zu lösen, ist nicht leicht.

16.06.2010 Köln, Underground

Kyuss, Dwarves, Queens Of The Stone Age – an den Shirts der Underground-Besucher lassen sich die musikalischen Lebensabschnittsgefährten Nick Oliveris ablesen. Vergangenheit. Seit langer Zeit ist der Bassist und Schreihals sein eigener Herr im Hause mit Namen Mondo Generator. Hier kann er seine Aggressionen in Songs gießen - ohne Kompromisse. Ex-Kollege Josh Homme betourt derweil die Stadien der Welt, hängt mit Rock-Reliquie John Paul Jones ab und hat die Eingangstür der Rock'n'Roll-Hall of Fame dabei fest im Visier. Ein Konzert von Herrn Oliveri aber durchweht immer noch der Geist einstiger Generatorpartys: Glühen an seinem Ampeg SVT die Röhren, geht’s los – egal, was los ist.



Erstmal nicht so viel in dem mit 150 Besuchern unterbesetzten Club. „Here We Come“ und „F.Y. I'm Free” rotzt der „teufelsbärtige Bassist“, wie ihn einst ein Metal-Magazin betitelte, in den Innenraum, in dem mehr interessiertes Schauen denn exzessives Pogen vorherrscht. Dazu tragen auch die Menschen in den Rockpalast-Polohemden bei, die mit ihren Kameras dafür sorgen, dass die ersten Reihen fanfrei sind. Erst der Griff in QOTSA-Repertoirekiste („Gonna Leave You“) lässt einige Umstehende zu Ausdruckstänzern konvertieren. Viele der Anwesenden scheinen nur wegen einer Band da zu sein, die es seit einer Ewigkeit von 15 Jahren nicht mehr gibt: Kyuss. „Here is a song from the desert“, kündigt Nick Oliveri „Green Machine“ an. Damit legen Mondo Generator endlich den Schalter des Publikums um. Ein wilder Mosh-Pit erobert sich die erste Reihe zurück. Körper branden gegen Kameras. Die Menge im Underground nimmt fahrt auf und bekommt mit „I Never Sleep“ weiteren Treibstoff. „I have a lot of fun on this Tuesday night! Wednesday? Whatever – every night is like Saturday night!”, ist das Motto, was Nick Oliveri ausgibt. “Yeah“ bestätigt die verschwitzte Menge einstimmig, die sich nun passend zum imaginären Samstag in Feierlaune befindet.


Mit „You Think I Aint´t Worth A Dollar But I Feel Like A Millionaire” und “13th Floor” gibt es noch zwei Klümpchen aus der gemischten QOTSA-Tüte, bei dem Nick Oliveri den Fender Precision Bass abgibt und selbst vor der Bühne beim Pogo mitmischt. Dann ist der Harcore-Reigen auch schon zu Ende – nach knapp 50 Minuten. Etwas ratlos stehen viele herum. Einige versuchen sogar zu dem Country-Song zu tanzen, der beim Abbau erklingt. Dabei könnten es fast Lyrics von Mondo Generator sein: „We´re all gonna die some day“, singt eine liebliche Frauenstimme.


Termine Mondo Generator
29.06.2010 Marburg, Kfz » Details » Anreise
30.06.2010 Jena, Rosenkeller » Details » Anreise
01.07.2010 Berlin, White Trash Fast Food » Details » Anreise
04.07.2010 Luzern, Musikzentrum Sedel » Details » Anreise
05.07.2010 Wien, Arena » Details » Anreise
06.07.2010 Augsburg, Neue Kantine » Details » Anreise
12.07.2010 Hamburg, Hafenklang » Details » Anreise
13.07.2010 Rostock, Mau-Club » Details » Anreise

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Text: Jens Wege
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