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Lady Gaga live
Das Monster finden [27.05.2010]
Lady Gaga
Festivalguide-Autor Stefan Grimm meint, das Live-Spektakel des Jahres gesehen zu haben. Mit Pyro-Technik, Kostümen und viel nackter Haut...
24.05.2010, Oberhausen, König-Pilsener Arena
Schon auf dem Hinweg zur Arena in Oberhausen ist klar, dass es anders werden wird. Anders als die meisten Indie-oder- sonstwie-Rock/Pop-Konzerte sowieso, aber eben auch deutlich anders, als die Messen von Künstlern, die im Stande sind solche Mehrzweckhallen zu füllen. Nein, hier hilft kein Vergleich mit früheren Events ungesuchter Superstars, seien es nun Beastie oder Backstreet Boys, Madonna oder U2, völlig egal, das war einmal. Im Hier und Jetzt scheint die “Monster-Ball“ Tour von Lady Gaga nicht nur das Gigantischste, was Planet Pop seinen Bewohnern zu bieten hat, sondern auch eine dieser raren Gelegenheiten: dabei sein, wenn es passiert, Top oder Flop, ist Lady Gaga wirklich die Rettung des Pop? Nun, immerhin hat sie ihren Discostick. Und das ist für den Moment, das einzige, was zählt. Jedenfalls für die, die dabei sind und dem Ereignis entgegenfiebern. Das Publikum besteht zum großen Teil – wie zu erwarten – aus aufgeregten jungen Teenie-Mädchen von 10 bis 14 (und zugehörigen Aufsichtspersonen), älteren Teenie-Mädchen von 15 bis 25, ansonsten stilbefreiten Mainstream-Menschen und einem deutlichen Anteil Jungs und Männer, die nicht unbedingt den Eindruck machen, als wäre das erklärte Ziel, Lady Gaga oder ihre weiblichen Look-alikes abzuschleppen. Was erklärt, warum das „Lady Gay Gay“-Shirt beim Merch-Stand so prominent platziert ist.
Apropos: an diesem Merch-Stand ist für jeden was dabei. Coole „Indie-Rock-Look“ Shirts, dann Motive für die richtig süßen Girlie-Mädchen, Shirts für die emanzipierte Frau des 21. Jahrhunderts („I`m a free bitch“), aber auch Sexismus für den Hetero-Mann, und natürlich das „Haus of Gaga“-Shirt in diversen Farben. Die Auswahl ist groß, also für Leute mit Entscheidungsschwierigkeiten ein Albtraum, für die mit dickem Portemonnaie sowieso kein Problem, Kostenpunkt ab 30 EUR. Die werden aber besser in Cocktails investiert, denn die Nervosität steigt.
Text: Stefan Grimm
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de











