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Vögel aus der Pampa

Pampa Records Labelnight mit DJ Koze, Die Vögel u.a. [23.03.2010]

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DJ Koze

19.03.10, Köln, Papierfabrik
 
 
Die alte Papierfabrik ist seit einigen Wochen die neue und heiße Off-Location in Köln. Die in den Stadt ansässigen Partyreihen geben sich hier gegenwärtig die Klinke in die Hand, jeder möchte in dem Ehrenfelder Club einmal feiern, gerade weil die Location Gerüchten zufolge schon im Sommer wieder schließt.  Es gibt auch gute Gründe dafür: Endlich mal wieder ein Club mit einer fantastischen Soundanlage und ohne Schnickschnack in der Stadt, ein Hauch von Berlin liegt in der Luft.


Früh solle man da sein, wurde gesagt, wenn man erleben möchte, wie DJ Koze und die Freunde seines frischen eigenen Labels Pampa Records die Plattenteller bedienen. Diese Voraussage erweist sich als Irrtum, um 24 Uhr ist noch nichts los. Es dauert noch mehr als zwei Stunden länger, bis der erste Pampa Records-Act Die Vögel zu zwitschern anfängt. Aber das warten lohnt sich. Die Vögel spielen eine Kombination aus Balkan, Folklore und Electro. Auf der Bühne steht auch das Kölner Kompakt-Urgestein Wolfgang Voigt, der die ganze Zeit mit einem Blasinstrument versucht, das Set zu untermalen oder zu stören, genau ist seine Intention nicht auszumachen.  Das Duo Mense Reents, ansonsten bei Die Goldenen Zitronen und Egoexpress aktiv, und Jakobus Siebels (JaKönigJa) übertrifft jegliche Erwartungen. Das klingt nach Rave, Lärm und Blockflöte. Leider dauert das Vergnügen viel zu kurz an. Kein Wunder, schließlich ist bisher nur eine EP (Blaue Mosche EP) zu haben, so ist das Vögelpiepsen nach einer Stunde vorbei.
 
Direkt danach kommt Chef im Ring und DJ-Legende Koze. Er fängt ganz smooth an, mit einer extrem gepitschten Version des Fünf Sterne Deluxe-Remixes von „Happy HipHop“. Man merkt, das der Altmeister nach wie vor gerne mit seinem Publikum spielt: Kurz vor dem Höhepunkt dreht Koze den Bass auf Anschlag, die Begeisterung des Publikums dringt durch die ganze Halle, doch kurz vor der Eruption trimmt er die Bassdrum schlagartig herunter. Stefan Kozalla ist bekannt für seine stundenlangen Sets und enttäuscht auch an diesem Abend niemanden. Er erzählt mit seinem sich langsam, aber stetig aufbauenden Set eine Geschichte wie sonst niemand. Und er behauptet so seine Stellung als einer der besten deutschen DJs überhaupt.



Text: Tobias Döring
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