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So war’s beim La Pampa
Mehr Idylle auf deutschen Festivals! [13.07.2009]
Campingidylle beim La Pampa
Man mag ja viele angenehme Dinge mit Festivals assoziieren, aber das Wort „Idylle“ gehört meistens nicht dazu: Spätestens, wenn man sich am dritten Tag in müffelnd-verdrecktem Zustand durch den Matsch wühlt und die Dixikloreihe im Horizontalzustand vorfindet, schließt sich der Begriff wohl von selbst aus. Dass das auch anders sein kann und die Idylle mitunter sogar maßgebend zum Festivalspaß beiträgt, bewies an diesem Wochenende das La Pampa direkt an der polnisch-deutschen Grenze. Dort campte man direkt am See, planschte in selbigem, genoss die Lausitzer Landschaft und bekam obendrauf noch musikalische Beschallung allererster Güte. All dies tröstete auch darüber hinweg, dass der Wettergott wohl gerade üble Laune hatte und pünktlich zu Veranstaltungsbeginn Wind, Wolken und Regen vorbeischickte.
Umso besser war es also, dass neben der angenehm klein gehaltenen Hauptbühne auch ein durchgehend trockenes Zelt bespielt wurde. In diesem traten am Freitag beispielsweise Me Succeeds auf, die sich mit ihrem verträumten Elektropop und ihrer Elfenhaftigkeit bestens ins Festivalambiente einfügten. Wenn da noch ein wenig Abwechslung ins Repertoire kommt, trifft man das Trio sicherlich auch bald auf größeren Veranstaltungen. Beim Set von The Notwist ergoss es sich zwar später aus einer dichten, grauen Wolkendecke auf die Pampa, allerdings schien dies die melancholische Schönheit der vorgetragenen Musik eher noch zu verstärken. Auch durch den wässrigen Bindfadenschleier hindurch klangen die Weilheimer jedenfalls wie immer formidabel und erwiesen sich als exquisite Wahl für den Headliner-Slot. Da hatten es Pitchtuner im direkten Anschluss natürlich schwer, schlugen sich im Zelt jedoch wacker und gaben gutgelaunt ihre zackigen Dreiminüter zum besten. Bonaparte hingegen stanken mächtig gegen ihre Vorgänger ab und konnten trotz der obligatorischen Verkleidungsaktionen leider nicht verstecken, dass bei ihnen musikalisch nicht sonderlich viel zu holen ist.
Text: Sebastian Siegmund
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de











