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Das war das Glastonbury 2009
Das britische Woodstock: Springsteen, Cocker, Matsch und mehr [30.06.2009]
Foto: Christine Franz
Unsere Intro-Korrespondentin Christine Franz stand knietief im Matsch - und das in diesem Jahr schon zum achten Mal. Hier schreibt sie über ihre Erlebnisse aus der ersten Reihe.
Ladies and Gentlemen, die fünfte englische Jahreszeit - Glastonbury - hat begonnen. Einmal im Jahr pilgern 177 000 in die Grafschaft Somerset, um auf der Farm von Milchbauer Michael Eavis die größte Party des Landes zu feiern. Und das schon seit 1970. In diesem Jahr standen Rockdinosaurier wie Neil Young, Bruce Springsteen und die frisch reformierten Blur auf der Bühne. Keine Angst, das ist nicht alles.
Donnerstag, 25.06. 16.00 Uhr, Queen's Head Pub
Paul Smith wird backstage nicht nur mit einer (spektakulär normalen) Freundin gespottet, er hat mit seinen Maximo Park die Ehre, heute das Glastonbury Festival zu eröffnen - auf der kleinsten Bühnen des Geländes, dem Queens Head Festival-Pub. Dass Herr Smith mal wieder seinen spektakulären Luft-Spagat vollführt, erfährt man allerdings leider am nächsten Tag nur aus der Festivalzeitung "Glastonbury Daily". Die Securities riegeln das Gelände großräumig ab, wegen des großen Andrangs - 60.000 Leute sollen draußen warten! Am Samstag gibt's noch mal die Chance die Jungs auf der großen Bühne zu sehen. Dass hier viele Bands gleich mehrmals spielen, hat Tradition.
Donnerstag, 25.06., 17.00 Uhr, Pressekonferenz
Festivalveranstalter Michael Eavis ist in England so etwas wie ein Schutzpatron der Popkultur. Und dafür wurde er nicht nur vom "Time Magazine" unter die 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt, sondern bekam auch schon einen Orden von der Queen. Heute gibt er bekannt, dass er in zwei Jahren - mit 75! - das Amt des Festivalvorstehers abgeben wird. Glasto bleibt aber in der Familie: seine Tochter übernimmt das Ruder. "Ich bin mit dem Glastonbury aufgewachsen, meine frühesten Kindheitserinnerungen sind die Gerüche und Sounds des Festivals. Ich finde es immer noch überwältigend, dass jedes Jahr so viele Menschen zu uns pilgern", erklärt mir Emily Eavis.
Donnerstag, 25.06., 19.00 Uhr, überall
Das Wetter hält sich wacker. Erstmal. Aber hey, was wäre das Glastonbury ohne seine legendären mudbaths? Dachte sich auch der Typ, der für das Wetter zuständig ist und lässt es mal wieder ordentlich krachen. Es schüttet aus Kübeln. Das gewohnte Bild: Das Farmgelände wird innerhalb von Minuten zur braunen Pampe. Die übrigens in Fläschen abgefüllt und als "Glastonbury Mud"-gelabelt, horrende Summen auf eBay bringen soll. Heilige Erde eben.
Donnerstag, 25.06., 23.00 Uhr, Queen's Head Pub
Betty Boo trifft Notting Hill Carnival trifft Cyber-Punk: Ebony Bones ist die Entdeckung des Tages! Die Londonerin spielte nicht nur Shakespeares Globe Theatre (als Schauspielerin!) in Grund und Boden - auch wir werden heute von ihrem Popappeal weggepustet. Hail to the "Warrior" Queen!
Donnerstag, 25.06., 4.00 Uhr, ein Feld in der Nähe
Mike Skinner lässt sein Gesicht in ein Kornfeld mähen. Bescheidenheit geht anders. Größenwahn genau so.
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Text: Christine Franz
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de











