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So war das zehnte Immergut

Wie immer – gut, pardon, toll [03.06.2009]

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Campen auf dem Immergut
Foto: Sebastian Gabsch

Man kann sich so ein Festival ja wirklich gut im Vorfeld vergrätzen. Beim Immergut gab es in diesem Jahr gleich mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel konnte man sich von diversen Postings im Immergutforum anpissen lassen. Da gab's auch in diesem Jahr formidable Line-up-Nörgler, die sich teilweise fast entsetzt zeigten, dass sich das Immergut erdreistete, seinen zehnten Geburtstag mit den Bands zu feiern, die mit dem Festival und teilweise darüber hinaus gewachsen sind. Ein zweiter Weg, sich die Stimmung zu versauen, war der altbekannte Blick auf die diversen Wetterwebsites. Sehr regnerisch sah das oft aus, ziemlich arschkalt noch dazu - und ganz manchmal sollte auch die Sonne scheinen. Toll! Weitere Worte zu Vorfreudendämpfung lieferte dann seltsamerweise einer der Mitveranstalter selbst: Daniel Kemper, der als Booker und Mitbegründer das Immergut maßgeblich zu seinem formidablen Namen gebracht hat. Dieser sagt in einem Jetzt.de-Interview z. B. „Auch zu uns kommt immer mehr Partypublikum, Spinner, die schon um 14 Uhr stramm sind und denen es völlig egal ist, wer gerade auf der Bühne steht. Für die ist Musik nur Fastfood, Hauptsache man kann ein bisschen dazu abspacken.“ Man darf an dieser Stelle natürlich nicht vergessen, das wohl jedes Festival ein paar dieser Leute an Bord hat, aber trotzdem liest sich so was ja erst einmal recht hart.




So konnte man sich also im Vorfeld ein düsteres Bild zeichnen und genug Gründe finden, doch lieber zuhause zu bleiben, anstatt die Festivalsaison standesgemäß bei erstbester Gelegenheit – und die ist das Immergut – loszutreten. Tja, und all denen möchte fast ausrichten: Schön, dass ihr zuhause geblieben seit! Oder bloß eure schlechte Laune. Denn auch das zehnte Immergut war natürlich wieder größtenteils wunderbar. Und das ahnte man bereits, wenn man am Freitagnachmittag bei feinstem Sonnenschein die Straße gen Postfrachtzentrum entlangzuckelte, die Freunde und Rucksäcke an der Straße parkte, um selbiges mit dem Wagen auf den Parkplatz zu tun – um dann ganz entspannt in dieses gemütliche Festival zu schlendern. Denn da wurden dann so alle Nörgelpunkte widerlegt.

Hier gibt’s übrigens eine Bildergalerie vom Freitag und vom Samstag.

Fangen wir zum Beispiel mit dem Wetter an: Den angekündigten Regen gab's nur am Samstag – und das zu einer Zeit, die jeder normale Immergut-Mensch gefälligst pennend im Zelt verbrachte – also morgens um neun. Sonst gab's auf dem Campingplatz ein heiteres Sonne/Wolken-Wechselspiel, das von einem in der Tat recht aggressiv-kühlen Wind angetrieben wurde. Was zur Folge hatte, das so mancher – der Autor dieser Zeilen zum Beispiel – nachher gleich einen Sonnenbrand UND eine Erkältung mit nach Hause nahm. Auf dem Festivalgelände hatte man hingegen das Gefühl, es man wäre durch einen Haar-Riss im Raum-Zeit-Kontinuum in einer Spätsommerabend gestolpert. Der Wind musste dank der mächtigen Bäume nämlich draußen bleiben, was die gefühlte Temperatur ins Angenehme hob und irgendwie schien bei allen schönen Momenten die Sonne. Kam einem zumindest so vor.

... weiterlesen: [1] [2] [3]



Text: Daniel Koch
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