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So war das MTV HipHop Open
Gib mir ein W! [25.07.2007]
Gebt mir ein W!
Das MTV HipHop Open war ganz klar etwas für Frühaufsteher und die ganz Ausgeschlafenen: Ein nicht unbeträchtlicher Teil der 13.000 Besucher rüttelte bereits morgens gegen neun Uhr an den Toren des Stuttgarter Reitstadions. Aus gutem Grund: Bereits am frühen Vormittag berapten K.I.Z. Hurensöhne und allerlei anderes Unflätiges. Etwas später Prinz Pi: Perfekt, um sich auf ein deftiges Mittagessen einzustimmen. Das Comeback des MTV HipHop Open – im Vorjahr musste fußballbedingt pausiert werden – machte Schluss mit der lästigen Langschläferei in Zelten: Schlafen kann man, wenn man tot ist. Oder der Wu-Tang Clan das Zeitliche gesegnet hat.
Davon ist der aber noch Lichtjahre entfernt, wie der fulminante Gig unter Teilnahme von Method Man eindrucksvoll unter Beweis stellte. Und wo im Vorjahr die schnöde La-Ola-Welle grassierte, reckten sich auch jetzt alle Hände in die Luft – und formten ein W für Wu-Tang. Wer früh aufsteht, hat umso mehr vom Tag. Und der war noch ausgesprochen lang. Zur Rückkunft des Festivals hatte man sich eben nicht lumpen lassen und ordentlich aufgefahren: Das Lineup mit den Topcheckern Jan Delay, Dendemann und dem reformierten Freundeskreis las sich bereits sehr gut. Dann sprangen noch die Puppetmastaz und die Spezializtz auf die Bühne. Auch Samy Deluxe, Joy Denalane und Illo 77 standen auf keinem Programmzettel, fanden aber als Überraschungsgäste trotzdem ihren Weg auf die Bühne. Nur eine vermochte offenbar nicht früh aufzustehen und blieb zu lange in den Federn: Auf dem Weg nach Stuttgart schaffte es Lady Sovereign nicht mehr rechtzeitig in die Abflughalle. Die Arme: Sie hat etwas verpasst.
Text: Sabine Großehambrinker
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de









