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So war das Melt!
Einschlafen is nich! [18.07.2007]
Luxussorgen, die man so im Vorbeilaufen aufschnappte: „Alles klar, wir sehen uns dann bei Hot Chip links hinten, bei Jake The Rapper und Digitalism. Wenn Shitdisco toll sind, eher dort und nicht bei Jan Delay. Auf jeden Fall aber bei Tiga, kannst mich ja von Simian Mobile Disco mal anrufen.“ Hatte sich nicht der ein oder andere im Vorfeld über das Line-up ausgelassen, von wegen: Wo sind die Highlights? Bloß weil diesmal die Pet Shop Boys keine Zeit hatten. Alles Gelaber. Fragte man im Nachhinein, wie denn z. B. Lady Sovereign, Apparat, Tocotronic, Trentemøller, Dendemann oder Unkle so waren, hatte man meistens euphorische Wortschwalle am Ohr kleben.
Und dann kam auch noch der Hochsommer auf Knopfdruck zum Festivalstart und man musste in den tighten Zeitplan die ein oder Stunde zum Sonnen- oder Baggerseebaden quetschen. Allerdings bot das Melt! tagsüber viel Zeit für derlei Aktivitäten, da man hier ja eh erst gegen Abend so richtig in Schwung kommt. Dann aber dank musikalischem Dauerfeuer genötigt wird, bis um acht Uhr am nächsten Morgen durchzutanzen. Wo man dann auch nicht auf chillige Einschlafmucke trifft, sondern noch mal mit den Remmidemmi-Animateuren Deichkind alles geben muss in Sachen Springen und Singen. Wer sich also immer schon mal gefragt haben sollte, warum man an einem Sonntag im Jahr in und um Gräfenhainichen so viel junge Menschen mit einer eigenwilligen Kombi aus tiefen Augenringen und seeligem Lächeln trifft – der weiß jetzt bescheid. Wer’s verpasst hat und sich erinnern möchte: www.sly-fi.com hat zahlreiche Live-Sets und Impressionen aufgezeichnet, die in erstklassiger Qualität auf www.meltfestival.de zu sehen sind.
Text: Daniel Koch
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de
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