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So war das SonneMondSterne

Sonnentanz und Rindenmulch [14.08.2007]

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Mit dem Man soll nicht immer über’s Wetter reden! Man soll nicht immer über’s Wetter reden! Man soll nicht immer über’s Wetter reden! Man kommt sich ja schon vor, wie Bart Simpson im Vorspann einer Simpsons-Folge, die noch geschrieben werden muss. Aber es führt nun mal kein Weg dran vorbei: Das Wetter war beschissen! Das muss man einfach so sagen. Aber das erstaunliche daran: Die Leute fanden’s trotzdem toll. Also nicht das Wetter, sondern das SMS an sich. Tanzte man halt im Schlamm vor der Bühne rum. Oder freute sich in den vielen Zelten, dass die Beats von vorne pluckerten und die Regentropfen von oben. Die Gründe für die allseits gute Stimmung musste man nicht lange suchen.


Ehrlich gesagt reichte es völlig, einen Blick ins Programmheft zu werfen, um das Sauwetter zu vergessen. Der exklusive Festivalgig der Chemical Brothers wurde zum Beispiel genau so gigantisch, wie man sich das erhofft hat. Mit dem Erfolg ihres Albums „We Are The Night“ im Rücken, lieferten die beiden eine fast schon größenwahnsinnige Show voller Licht-, Video- und Soundfeuer. Laurent Garnier ließ es da etwas bescheidener angehen, und überzeugte mit tanzbarer Gelassenheit. Juvenile Tanzwut dagegen beim New Young Pony Club, der seit Bestehen von lautem Hype-Gerede begleitet wird und auf dem SMS allen Vorschusslorbeeren gerecht wurde. Diesen Acts und z. B. den Fantastischen Vieren, Erobique, DJ Rush, Paul van Dyk und Uffi ist es zu verdanken, dass das Publikum so gut wie nie still stand und irgendwann sogar den Regen vergaß. Allerdings halfen auch die gut 1.000 Kubikmeter Rindenmulch, die von fleißigen Helfern verteilt wurden, um den Schlammmassen Herr zu werden. Ohne diese Schwerstarbeit hätte sich so mancher vielleicht in Grund und Boden getanzt. Den Wetter-Retter mimmte dann am Ende Sven Väth, der das zickige Himmelsgestirn in den frühen Sonntagsstunden zur Rückkehr bewegen konnte. Das schaffte er diesmal sogar mit seinen bloßen Beats – und ganz ohne „Scheinerei! Alder!“-Geprolle.



Text: Daniel Koch
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