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So war die Nature One
Grenzgänger und Technoheads [08.08.2007]
Der Blick von der Hauptbühne
Foto: Nature One
Zuckende und zuppelnde Leiber gehören zur Nature One, da wundert sich niemand, wenn gestandene Technoheads ein ganzes Wochenende nicht mehr stillstehen. Aber eine headbangende Crowd? Dieser Anblick verwirrt und erfreut einen dann doch. Das Kunstück schaffte übrigens T.Raumschmiere, der gleich eine Band im Gepäck hatte und mitreißend bewies, dass die Nature One mehr Facetten hat, als man gemeinhin denkt. Natürlich waren die meisten der 50.000 Gäste wegen der Großen DJ-Namen da – Sven Väth, Chris Liebing, Carl Cox, Adam Beyer, Jeff Mills (!!!) – aber so verbohrt, dass man nur auf schnelle Beats anspringt, ist dort niemand. Das bewiesen auch die Londoner Damen von Client, die ein ähnlich druckvolles Bandset hinlegten.
Musikalische Grenzgänger wie diese beiden Acts sind gern gesehene Gäste im Line-up der Nature One, die aber natürlich trotzdem der place to be der Raveszene bleibt. Und dieser Szene kann es nicht so schlecht gehen, wie gelegentlich behauptet wird. Ein Blick von der Hauptbühne, wie auf dem Foto links, spricht da Bände. Das bunte und tanzfreudige Publikum tat sein übriges, um die Veranstaltung zum Fest werden zu lassen. Aber auch die Location sollte an dieser Stelle noch mal gelobt werden. Die ehemalige Raketenbasis Pydna in der Nähe von Kastellaun mit ihren zahlreichen Bunkern bietet ein ideales Setting. Wem es also vor Freiluftraven graute, konnte sich auch als „Clubgänger“ durchs Wochenende bringen. Nur eine Sache, ließe sich für’s nächste Jahr anmerken: Bitte weniger Programm, damit man auch mal schlafen kann!
Text: Michael Schütz
Tonspion, Motor, Regioactive, Rap.de
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