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So war das Melt! am ersten Tag

Habemus Festival [15.07.2007]

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Nur die harten kommen unter den Bagger. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Intro es trotz Festivalheimspiel in Ferropolis noch schafft, einen ausführlichen Bericht des ersten Tages zu liefern. Immerhin müssen sie ja nebenher noch das eigene Festival am laufen halten. Aber im Hause Intro behält man anscheinend trotz Orga, Dauerparty und Konzertmarathon noch den Überblick. Hier geht's zur Bildergalerie. Und hier der Bericht von Intro-Redakteur Peter Flore:

Am frühen Freitagnachmittag reißt der Himmel auf und der Sommer kommt zurück. Dufter Typ. Einem grandiosen Festivalauftakt steht damit nichts mehr im Wege und beim Blick auf das dieses Mal weitaus großzügiger abgesteckte Areal auf Ferropolis, auf die Bagger, den See, die ganze beeindruckende Szenerie der "Stadt aus Eisen", kann man kaum glauben, dass das letzte Mal schon wieder ein Jahr her ist: Willkommen zu Hause. Und zum Jubiläum: Zum bereits zehnten Mal findet hier, mitten in Sachsen-Anhalt das Melt! statt, auf dem zusammenwächst, was zusammengehört, Elektronik und Gitarrenmusik, geeint durch den Beat, den man schon aus einiger Entfernung hört.


Der sympathischste Alleinunterhalter des deutschen Pop, Olli Schulz, eröffnet den Abend auf der Hauptbühne, ihm folgen I'm From Barcelona, die das Melt!-Jubiläum auch auf der Bühne gebührend feiern: Mit Luftballons und Konfetti. Nebenan, auf der Gemini Stage zelebriert das Jeans Team den Sommer mit dem Soundtrack von 2006: "Kein Gott, kein Staat, keine Arbeit, kein Geld". Ich habe es genau gesehen: Nicht nur das Prekariat hat mitgemacht. Das Festivalgelände ist in diesem Jahr merklich erweitert worden, vor den Toren Ferropolis' sorgt Lady Sovereign im neuen Coca-Cola Soundwave Tent für den ersten Massenauflauf des Abends: Nichts geht mehr. Dann halt rüber zum Red Bull Music Academy Floor, wo aber Justine Electra ihr Set gerade beendet hat. Ein Dilemma, das an diesem Abend viele mit mir teilen, auf diesem Jahrmarkt der Möglichkeiten.

Als The Notwist auf der Hauptbühne nach langer Abstinenz ihr magisches Set mit 'Pick Up The Phone' eröffnen, sackt vor mir ein junges Mädchen in die Knie, Kreislaufkollaps. Alles aber nicht so schlimm, sie fiel in die Arme ihrer Freunde. Um mich herum liegen auch ganz viele Menschen auf dem Boden, als ich aber sehe, dass sie alle nur die Sterne betrachten, fällt mir ein Stein vom Herzen. Es ist dunkel geworden und die Bagger leuchten, illuminiert durch die atemberaubenden Visuals und die Lichtspiele auf der Hauptbühne. Hinter selbiger fällt mir ein hoffnungslos euphorisierter Kollege um den Hals, weil alles so toll ist. Und zugegeben: So entspannt lässt es sich auch selten feiern. Dendemann und DJ Koze geben sich die Klinke in die Hand, wenn auch auf unterschiedlichen Bühnen und als Richie Hawtin die Big Wheel Stage beschallt, ist es schon wieder hell und man würde das Zwitschern der Vögel hören, wenn einen nicht gerade der Beat am Schlawittchen packte. Wo ist diese erste Nacht auf einmal eigentlich hin?

Viele Bilder vom Festival findet ihr unter www.tranZland.com/meltX. Und ständig kommen neue dazu!

Und in den nächsten Tagen auf festivalguide.de: Impressionen und zahlreiche Videointerviews mit den Melt!-Acts. Gern geschehen.



Text: Peter Flore
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